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Malen gegen den Krieg

Alina Khomenko ist 19 Jahre und vor zwei Monaten alleine aus ihrer Heimat, der umkämpften Stadt Cherson im Süden der Ukraine mit dem Zug nach Deutschland geflüchtet. Sie musste ihre Familie zurücklassen und lebt nach zahlreichen Stationen jetzt in der Flüchtlingsunterkunft Josef-Schappe-Straße in Ratingen.

Sie hat schon als Kind gemalt und nun ihre Eindrücke von dem entsetzlichen Krieg und ihren Erlebnissen in ihrem jungen Leben durch ein Acrylbild auf Leinwand versucht zu verarbeiten.

In der Mitte der quadratischen Fläche sieht man den Kopf einer jungen Frau in dunklen, grauen Farbtönen, wie von Feuer verbrannt, von Waffen verätzt. Doch anstatt zweier Augen erscheinen sechs Flächen, die wie Augen aussehen, aber immer mehr verfremden, als würden sie zerstört und auslaufen.

Solche pupillenartige grafische Elemente erkennt man auch im Hintergrund auf grellroter Fläche, getötet, verfremdet, nicht wiederzuerkennen. Wie Augen, die der Wirklichkeit nicht ins Gesicht sehen wollen, die sich in andere Welten flüchten.

Alleine eine weiße, zerfaserte Fläche wie eine heilsame Dornenkrone rund um das Gesicht der Frau scheint ein Schutzschild zu sein, das ein wenig Hoffnung zulässt – . Hoffnung auf Frieden und Rückkehr in das zerstörte Land nach diesem furchtbaren Krieg.

Alina möchte das kleine Bild verkaufen und den Erlös in ihre Heimat in der Ukraine schicken. Der Kunstverein-Ratinger-Maler.e.V. stellt das Bild in seiner aktuellen Ausstellung: “Kunst unter den Arkaden“, Obertor 3-5 (Arkandenhof) Ratingen-City bis zum Ende des Monats Juli aus. Dort kann das Bild für 80.-€ oder eine angemessene Spende als ein kleiner Hilfsbeitrag erworben werden.

C Bild/Text M.Troesser /Kunstverein-Ratinger-Maler.ev

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